Was ist Ko-Forschung?

Ko ist Latein und bedeutet zusammen.
Ko-Forschung meint die Zusammenarbeit unterschiedlicher Personen-Gruppen in einem Forschungs-Projekt.
Das Projekt IDEAL4.0 beschäftigt sich zum Beispiel mit der Zielgruppe Menschen mit Beeinträchtigung.
Ko-Forschung bedeutet hier: Menschen mit Beeinträchtigung werden zu Partnerinnen und Partnern im Forschungs-Prozess.
Dann forschen Menschen mit und ohne wissenschaftlicher Ausbildung gemeinsam an einem Thema.
Die Ko-Forschenden sind Expertinnen und Experten in eigener Sache.
Das heißt, sie bringen Ideen und Erfahrungen aus ihrem Leben ein.
Es wird nicht über sie geforscht, sondern mit ihnen.

Ko-Forschung im Projekt IDEAL4.0

Das Thema im Projekt IDEAL4.0 lautet:
Wie unterstützt der digitale Wandel das Lernen und Arbeiten für Menschen mit Beeinträchtigung.
Wir möchten herausfinden: Wie können neue digitale Technologien Menschen mit Beeinträchtigung im Arbeitsleben unterstützen?
Im Projekt IDEAL4.0 nehmen die Ko-Forschenden verschiedene Rollen ein.
Zum Beispiel führen sie selbst Befragungen durch. Oder Ko-Forschende stellen Fragen an das Projekt-Team.
Sie können Themen oder Forschungs-Fragen beeinflussen und mitgestalten.

Fachinformationen über das Projekt

Zu dem Projekt gehören Fachinformationen.
Fachinformationen sind lange Texte.
Die Texte erklären das Projekt ganz genau.
Hier folgen jetzt Fachinformationen.

Ko-Forschung & partizipative Forschung

Beim Ansatz der Ko-Forschung bearbeiten nicht-wissenschaftliche Personen mit wissenschaftlichen Akteuren gemeinsam ein Forschungsthema. Zentral für Ko-Forschung ist, dass jene Personen, deren Lebenswelten erforscht werden, zu gleichberechtigten Partner*innen im Forschungsprozess werden. Als Expert*innen in eigener Sache bringen sie subjektive Sichtweisen und Erfahrungen in den Forschungsprozess ein.

Ko-Forschung, als Ansatz des gemeinsamen Forschens, wird auch unter dem Begriff der partizipativen Forschung zusammengefasst. Partizipative Forschung steht „für Forschungsansätze, die soziale Wirklichkeit partnerschaftlich erforschen und beeinflussen“ (von Unger 2014, S.1). Mit diesem emanzipatorischen Gedanken ist das Feld der partizipativen Forschung in den letzten Jahren stetig gewachsen. Partizipative Forschung bricht mit bevormundenden Strukturen, indem mit einer Zielgruppe geforscht wird und nicht über sie. Gerade Menschen mit Behinderungen sind in der Geschichte immer wieder Objekte der Forschung geworden, es wurde an ihnen und über sie geforscht. Nehmen Menschen mit Behinderungen in partizipativer Forschung die Rolle als Ko-Forscher*innen ein, bringen sie ihre subjektiven Perspektiven als Stärke mit ein. Besonders unter dem Aspekt der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen bietet sich die partnerschaftliche Zusammenarbeit wissenschaftlicher und nicht-wissenschaftlicher Akteure als explizit ernannte Forschungsstrategie an.  

Ko-Forschung im Projekt IDEAL

Im Projekt IDEAL haben sich kleine Gruppen von Ko-Forscher*innen gebildet. Die Ko-Forscher*innen sind selbst Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Im Rahmen von kleinen Auftaktveranstaltungen wurden Inhalte und Haltung der Ko-Forschung sowie Art der Zusammenarbeit thematisiert. Die Ko-Forschenden sind bisher bei unterschiedlichen Aktivitäten involviert gewesen, zum Beispiel haben sie Interviews mit Peers an Standorten der Praxispartner geführt oder an Workshops zur Entwicklung erster Prototypen mitgewirkt. Wenn erste Test-Versionen von Prototypen vorliegen, bewerten die Ko-Forschenden diese und geben Feedback zur Nutzung, etwa in Hinblick auf Inhalte, die Bedienbarkeit oder Barrierefreiheit.